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"Hirschblut" - der Mehrfruchtwein aus Sachsen

 

Der Fanclub

Der Kultwein aus der traditionsreichen Kelterei in Neugreußnig befindet sich seit geraumer Zeit vermehrt in aller Munde. Zwischen Döbeln, Grimma und Oschatz verfügt der süffige Obstwein über eine breite Anhängerschar.

Hirschblut
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Der Erfolgszug des Weingetränkes begann vor über 40 Jahren. Der damalige Keltereibesitzer Heinrich Hirschberger kreierte das Rezept in einer Nacht- und Nebelaktion mit gleichgesinnten Mitwirkenden, darunter befreundete Großhändler aus Freiberg und Leipzig. Ort des Geschehens war die nach Augsburger Tradition eingerichtete Bauernstube von Heinrich Hirschberger, mit Blauglasfenstern und Kamin – ein Ort an dem so manch weinseliges Treffen stattfand.

Auslöser des nächtlichen Treibens war der Überschuss an Fruchtweinen, die aus dem Lohnmostgeschäft stammten und verarbeitet werden mussten. Also setzte man sich zusammen und mischte Apfel-, Kirsch, -Johannis-, Stachelbeer- und roten Rhabarberwein so lang, bis die leicht angesäuselten Geschmacksnerven signalisierten: Sauerkirsche, Apfel und Johannisbeere-Das ist es!

Doch damit nicht genug, denn mit halben Sachen gab sich Heinrich Hirschberger nicht zufrieden. Also holte er Grafiker Walter Eckhard um Mitternacht aus den Federn – mit der Maßgabe, ein entsprechendes Etikett zu kreieren. Das Ganze dauerte noch bis 2 Uhr morgens. Der Name des Fruchtweins war rasch gefunden und leitet sich aus Hirsch-(berger) und der blut-(roten) Farbe des Getränkes ab. Damit war das Kultgetränk „Hirschblut“ geboren, das zu jener Zeit auch bei den Studenten in Freiberg und Leipzig einen Spitzenreiterplatz beim Konsumieren einnahm.

Viele Monde sind seit dieser „legendären“ Nacht vergangen. Mittlerweile hat sich das Etikett mehrfach verändert, doch für die Kenner dieses „teuflischen“ Getränkes hat Hirschblut neben der geschmacklichen Nuance auch etwas Nostalgisches. Und derer gibt es beachtlich viele.

Hirschblut-Fans aus Nah und Fern haben sich in 2010 in die Liste des „Ersten Hirschblut-Fan-Clubs“ eingetragen. Darunter prominente wie Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer, der frühere Abgeordnete des Europa-Parlaments Dr. Lutz Goepel sowie der langjährige Geschäftsführer der Kelterei und Schwiegersohn Heinrich Hirschbergers, Wolfram Oertel.

Als Vorsitzende des neu gegründeten Fan-Clubs wurde Luise Hoppe, Produktionsleiterin der Kelterei Sachsenobst bestimmt. Eine Expertin mit langjähriger Erfahrung bei der Herstellung des Kultgetränkes.